Notfallübung der Feuerwehr Hagen und der DB am Hauptbahnhof Hagen

Notfallübung der Feuerwehr Hagen und der DB am Hauptbahnhof Hagen – Feuerwehr-Großübung am HBF

Rund 50 Rettungskräfte der Feuerwehr üben derzeit den Ernstfall – Fiktives Szenario: ein Brand im Hauptbahnhof – keine Auswirkungen auf den Zugverkehr

Heute hat die Feuerwehr Hagen gemeinsam mit der Deutschen Bahn (DB) eine Notfallübung am Hagener Hauptbahnhof durchgeführt. Das Szenario: Jugendliche haben im leerstehenden Bali-Kino ein Feuer gelegt und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige von ihnen noch im Kino verblieben sind. Die Feuerwehr wird durch Mitarbeiter der DB über den Brand informiert und rückt mit ca. einem Dutzend Rettungsfahrzeugen und etwa 50 Einsatzkräften an.

Damit alle Hilfskräfte im Ernstfall auf eine Gefahrensituation vorbereitet sind, wird eine solche in Situation bestmöglich realitätsnah dargestellt. Die Beteiligten Rettungskräfte sind daher im Vorfeld nicht über diese Übung informiert worden. Ziel ist es, die Abläufe der Rettungskonzepte praktisch zu üben und zu überprüfen. Die Deutsche Bahn ist dazu verpflichtet, Übungen in unterschiedlichen Größenordnung an ihren Bahnhöfen durchzuführen. So soll das Zusammenspiel mit den Rettungskräften optimiert werden. Am Hagener Hauptbahnhof gab es in den vergangenen Jahren kleinere Übungen, die für Reisende nur bedingt sichtbar waren.

Die Notfallübung hat keine Auswirkungen auf den Zugverkehr. Reisende müssen aber mit Einschränkungen im Straßenverkehr und vor dem Bahnhofsvorplatz rechnen. Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Übung gegen 20 Uhr beendet sein wird. Im Anschluss an die Übung wird eine Dokumentation gefertigt und eine gemeinsame Nachbesprechung durchgeführt.

Quelle: Presseinformation Deutsche Bahn AG

Nachtrag zur Übung – Die Feuerwehr Hagen ergänzt:

Am gestrigen Abend fand eine gemeinsame Übung der Feuerwehr Hagen und der Deutschen Bahn AG im alten Bahnhofskino, auch bekannt als Bali-Kino statt. Ziel der Übung war es die Meldewege, die Alarmierung und die Zusammenarbeit aller beteiligten Einheiten und Behörden zu überprüfen.

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Das Szenario stellte sich wie folgt dar:
Gegen 18 Uhr setzte ein Bahnmitarbeiter einen Notruf über die europaweit einheitliche Notrufnummer #112 ab und schilderte eine starke Rauchentwicklung und eine unklare Anzahl spielender Jugendlicher in dem alten Bahnhofsgebäude.

Auf Grund der Lagedarstellung des Anrufers alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr Hagen umgehend die Löschzüge der beiden Feuer- & Rettungswachen Mitte und Ost, unwissend, dass es sich um eine Übung handelt.

Der Löschzug der Wache Mitte traf bereits kurz nach der Alarmierung vor Ort ein und verschaffte sich einen ersten Überblick.

Angesichts der ersten Rückmeldung des Einsatzleiters wurden umgehend vier weitere Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehren sowie die Feuerwehreinsatzleitung alarmiert. Parallel wurden die leeren Wachen durch weitere Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.

Die Schwierigkeit der heutigen Übung bestand darin, das große Gebäude unter „Nullsicht“ nach Menschen abzusuchen um diese schnellst möglich zu retten. Für den Rauch diente dabei einfacher Diskonebel.

Insgesamt nahmen ca. 50 Einsatzkräfte an der Übung teil, die gegen 20 Uhr beendet war. Der Verlauf der Übung hat gezeigt, dass die geplanten Mechanismen funktionieren und sich die Hagener auch in den schwierigsten Situationen auf Ihre Feuerwehr verlassen können. Der gesamte Verlauf der Übung wird nun aufgearbeitet, um noch besser zu werden.

Der Zugverkehr konnte während der Übungszeit uneingeschränkt weiterlaufen.

Für die gute Zusammenarbeit bedanken wir uns bei der Deutschen Bahn und allen überraschten Teilnehmern der Feuerwehr Hagen, die zum Großteil aus der Freizeit heraus den Dienst aufgenommen haben.

Filmbeitrag: Frank Bauermann